DPSG Bruchköbel

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Artikel zum Thema:

Stamm

21.2.2010

Artikel über Kontakte zu Dom Helder Camara

Artikel von Pfr. Reinhold Waltermann anlässlich "40 Jahre Freckenhorster Kreis (FK)". Über Pfr. Waltermann und den FK haben wir vom Stamm seit Mitte der 1980er Jahre Kontakt zu Bischof Helder Camara gehalten, Spenden weitergeleitet etc.

Anfänge des Engagements in Brasilien
Der Impuls zur Gründung des FK war sehr stark von theologischen und speziell pastoraltheologischen Schwerpunkten des 2. Vatikanischen  Konzils geprägt. Aber schon bald nach der Gründung kam der Gedanke auf, dass das neue Verständnis der Kirche und der darin verankerten Kollegialität auch eine über das eigene Bistum hinausgehende Solidarität erfordere. Exemplarisch sollte wenigstens mit einer Kirche der sogenannten dritten Welt Kontakt aufgenommen werden. Es ergab sich, dass, wenn ich mich recht erinnere, 1970 der damals schon durch das Konzil bekannt gewordene brasilianische Erzbischof Dom Helder Camara auf Einladung der KAB zum ersten Mal nach Deutschland kam. Er sprach auf einer Großkundgebung in Würzburg. Der inzwischen verstorbene Dr. Horst Goldstein und ich machten uns auf den Weg nach Würzburg.
Im Anschluss an die Kundgebung, als Dom Helder durch die Menschenmenge zum Bischöflichen Palais geleitet wurde, gelang es uns, mit ihm Kontakt aufzunehmen. Horst Goldstein rief ihm über die vor uns stehenden Menschen hinweg einige freundliche Sätze in Portugiesisch zu, aus denen Dom Helder wohl die unverkennbare Klangfarbe seiner nordost-brasilischen Heimat heraus hörte. Der Erzbischof blieb einen Augenblick stehen und wandte sich an seinen Begleiter. Der wiederum gab uns durch ein Handzeichen zu verstehen, wir sollten vor dem Portal stehenbleiben und warten. Horst Goldstein sprach ein ausgezeichnetes Portugiesisch, das er im Nordosten Brasiliens gelernt und viele Jahre dort gesprochen hatte.
Es dauerte nicht lange bis der genannte Begleiter uns hereinrief. Für mich ist es heute nach so vielen Jahren immer noch erstaunlich, wie viel Zeit sich Dom Helder für uns nahm und mit welchem Interesse er unser Anliegen einer Kontaktaufnahme mit der Kirche in Brasilien verfolgte. Es waren eineinhalb Stunden intensiver Kommunikation in einer uns bewegenden freundschaftliche Atmosphäre. Am Ende lud uns Dom Helder nach Recife ein und gab uns einige Adressen von Bischöfen der Igreja renovadora, der reformerischen Kirche, die sich nach dem Konzil der enormen gesellschaftlichen Probleme Brasiliens zu stellen suchte, was unter dem herrschenden Militärregime mit großen Problemen und
Konflikten verbunden war. Sie praktizierten schon das, was später - noch stärker reflektiert - Theologie der Befreiung genannt wurde.
Ein Jahr später machten Hans Werners und ich uns zum ersten Mal auf den Weg nach Brasilien. Es war ein abenteuerliches Unternehmen in dem von der Militärdiktatur beherrschten Land. Keiner von uns beiden kannte mehr als ein paar Dutzend Worte Portugiesisch. Hans Werners konnte sein Schulfranzösisch sprechen und ich ein dürftiges Englisch. Aber in einem so großen Land wie Brasilien, in dem alle Menschen die gleiche Sprache sprechen, fand sich damals so gut wie niemand, der eine andere Sprache erlernte, außer einigen, besser gesagt ganz wenigen Theologen, die im Ausland studiert hatten. Dennoch - wir hatten gute Kontakte. Die Empfehlung von Dom Helder öffnete uns Türen und Herzen.
Auf dieser Reise wurden die ersten Kontakte geschlossen mit Bischöfen wie Dom Antonio Fragoso in Crateùs, Dom Adriano Hypolito in Nova Iguaçu und den Kardinälen Dom Paulo E. Arns in S°o Paulo und Dom Aloisio Lorscheider in Fortaleza. Außerdem kamen wir in Kontakt mit einigen Theologen, unter anderen mit Frei Leonardo Boff in Petropolis. Mit den meisten dieser Kontaktpartner und mit von ihnen
vermittelten Gemeinden ergaben sich über Jahre kontinuierliche Beziehungen. Andere kamen im Laufe der Jahre hinzu. Der FK gründete bald den "Solidaritätsfonds des FK" und organisierte eine finanzielle Unterstützung unserer Partner.
Stand am Anfang noch die Idee einer Patenschaft mit Teilen der brasilianischen Kirche, so begriffen wir sehr bald, dass eine Partnerschaft angesagt war, bei der auch wir die Lernenden und Empfangenden waren, vor allem durch manche Anregungen und das ermutigende Zeugnis einer an den Menschen und ihren Nöten interessierten Kirche.

Weitere Informationen zu den Brasilien-Projekten in Recife finden sich hier,

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20.12.2009

Frohe Weihnachten

Der Stamm Dom Helder Camara wünscht Ihnen und euch ein gesegnetes Weihnachtsfest und frohe Festtage.
Möge das Licht aus Bethlehem uns alle Tage leuchten!

In der Dunkelheit

macht schon eine kleine Kerze

den Raum hell.

Doch wer bringt das Licht?

 

Im Alltag

macht schon ein Moment der Stille

das Herz offen.

Doch wer füllt es aus?

 

Im Leben bringt schon die kleine Spur Gottes

Sinn und Erfüllung.

 

Doch kommt Gott bei mir an?

 

Gott wird Mensch.

Zuerst in mir.

Und dann durch mich.

 

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14.12.2009

Tschai und Marmelade für den guten Zweck

Seit vielen Jahren ist es gute Tradition:
Die Pfadfinder beteiligen sich am Bruchköbler Weihnachtsmarkt mit ihrem leckeren Tschai.
Gemeinsam mit der KAB und der kfd werden Tschai und selbstgemachte Marmeladen für einen guten Zweck verkauft.
In diesem Jahr kam ein Erlös von 1475 € für die Frühförderstelle in Hanau zusammen. Dort werden Kinder mit Behinderungen im Alter von 0-6 Jahren mit speziellen Spiel- und Beratungsangeboten gefördert. Die Leiterin der Frühförderstelle Frau Baumann bedankte sich im Namen der Kinder, Eltern und Mitarbeiter für das große Engagement.

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14.12.2009

Friedenslichtandacht

Am Sonntag, den 13. Dezember haben wir zusammen mit vielen Gemeindemitgliedern eine Andacht zur Aussendung des Friedenslicht gefeiert.
Die Pfadfindestufe hatte die Vorbereitung übernommen und mit Texten, Gebeten und Liedern wurde an die Kraft dieses kleinen Lichtes aus Bethlehem gedacht.
Das Licht kommt direkt aus der Geburstgrotte in Bethlehem über Wien und Fulda nach Bruchköbel.
Es brennt noch mind. bis Weihnachten in der Kirche und wer möchte, kann sich das Friedenslicht mit nach Hause nehmen.

   
Click here to download:
Friedenslichtandacht.zip (24 KB)

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22.10.2009

Mitgliederservice & Spenden

Posted via E-Mail 

Mitgliederservice - Alles rund um Beitrag, An- und Abmeldung sowie Spenden

Wie kann ich mich anmelden?

Anmelden kann man sich beim den jeweiligen Gruppenleitern. Von der Gruppenleiterin/dem Gruppenleiter erhält man ein Anmeldeformular, auf dem alles weitere erklärt ist.

Wir benötigen folgende Angaben:

  • Name und Geburtsdatum  
  • Adresse  
  • Telefon und eMail (wenn vorhanden)  
  • Kontoverbindung und Einzugsermächtigung für den Mitgliedsbeitrag

Alle Daten werden elektronisch beim Verband sicher gespeichert. Die Kontoverbindung nutzen aber nur wir im Stamm. Die Einzugsermächtigung wird nur für unseren Stamm ausgeprochen und kann jederzeit widerrufen werden.

 

Wie hoch ist der Mitgliedsbeitrag?

Es gibt 2 Beitragssätze:

  • Normaler Beitragssatz (derzeit 20,- € halbjährlich )
  • Ermäßigter Beitragssatz (derzeit 14,- € halbjährlich)
    Wenn schon mindestens 1 Mitglied aus der Familie angemeldet ist, beträgt der Beitrag für alle Familienmitglieder jeweils den ermäßigten Satz. 

Erfolgt die Anmeldungen innerhalb der ersten 4 Monate eines Halbjahres (Januar-April oder Juli-Oktober) so ist der Beitrag für das laufende Halbjahr nachträglich zu zahlen.

 

In diesem Beitrag ist eine Unfall- und Haftpflichtversicherung für die Aktivitäten der Gruppe und des Verbandes, sowie die vierteljährliche Verbandszeitschrift eingeschlossen. Die Beitragszahlung erfolgt durch Bankeinzug des Stamm D OM HELDER C AMARA in Bruchköbel.

 

Wie kann ich mich abmelden?

Die Abmeldung muss schriftlich beim Vorstand (siehe Impressum) oder der Kassiererin, Frau Hundenborn, Am Krebsbach 6, 63486 Bruchköbel, erfolgen.

 

Die Abmeldung ist nur zum jeweiligen Ende des Halbjahres bis spätestens 15. Mai oder 15. November eines Jahres möglich.

Wir müssen diese Termine strikt einhalten, da es keine Beitragsrückerstattung vom Verband gibt. Wenn wir beispielsweise ein Mitglied Ende Mai für das kommende Halbjahr melden, muß der Beitrag gezahlt werden. Daher können wir hier leider keine Ausnahmen machen und bitten um Verständnis. 

 

Wie bekomme ich das Stammesabzeichen?

Mit Anmeldung erhält das neue Mitglied das Stammesabzeichen und zahlt dafür einmalig 5,-- € in bar an den Gruppenleiter. 


Wie kann ich einmalig oder regelmäßig Spenden?
Der Stamm Dom Helder Camara ist berechtigt Spendenquittungen für Zuwendungen zur Vorlage beim Finanzamt auszustellen. Viele Ehemalige nutzen bereits diese Möglichkeit um statt eines Mitgliedsbeitrags von 20 EUR (wovon nur 3,25 EUR im Stamm verbleiben) nun eine Spende von 10 EUR zu zahlen. Die Spende (10 EUR oder ein beliebiger anderer Betrag) verbleibt voll im Stamm und einen Teil davon gibts sogar noch bei der Steuererklärung vom Staat zurück!
Informationen gibt es beim Vorstand (siehe Impressum).

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26.9.2009

Die 72 Stunden Aktion des Stammes Dom Helder Camara oder die unendliche Geschichte der Gabionen:

Mit 45 Teilnehmern waren wir als katholische Jugend Erlöser der Welt mit dabei bei der 72 Stunden Aktion. Die Aktion begann am 7.Mai um 17.07 Uhr auf dem Marktplatz in Hanau.Wir mussten lange warten bis Weihbischof Diez unsere Aufgabe verlaSchulhofgestaltung an der Heinrich Böll Schule mit neuen Sitzmöglichkeiten!

Beim 1. Treffen mit unserem Projektkoordinatior wurde der Auftrag etwas genauer:

Es galt Gabionen zu organisieren, die dann mit Steinen gefüllt werden und als Unterlage für massive Holzbohlen dienen. Puh, dachten wir und machten uns ans Planen, Organisieren und vor allem Sponsoren finden.

So verging der Freitag mit Spenden sammeln auf dem Blumenmarkt und vielen Telefonaten, um die Materialien möglichst günstig zu organisieren.

Zwischendurch kümmerten sich 20 Teilnehmer um unser kleines Nebenprojekt:

Holzhackschnitzel auf dem Schulgelände der Haingartenschule verteilen.

 Am Samstag ging es dann so richtig los mit dem Bauen und Werkeln. Die Gabionen wurden mit Steinen gefüllt, Löcher gebuddelt, Baumstämme gesäubert und abgeschliffen .....

Zwischendurch versorgten uns Eltern und Gemeindemitglieder mit leckerem Essen und Köstlichkeiten.

Mit unserem Hilferuf wegen Edelstahlscharuben schafften wir es sogar bis in HR3 und siehe da: Ein edler Spender aus Bruchköbel wurde gefunden!

Am Sonntag hieß es dann auf die Tube drücken und letzte Arbeiten erledigen bevor um 16.30 Uhr das gemeinsame Abschlussfest mit dem Stamm Shalom auf dem Schulhof stattfand.

Viele Gäste, unter ihnen der Bürgermeister und der Schulleiter, waren gekommen und stolz konnten wir verkünden: Wir haben es geschafft!

Es war anstrengende aber ganz tolle  72 Stunden! 

Mehr Berichte und Fotos findet ihr unter: Link

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26.9.2009

100 Jahre Dom Helder Camara!

Am 7. Februar 2009 wäre Dom Helder Camara 100 Jahre alt geworden. Unser Namenspatron ist einer der ganz großen der Christenheit im 20. Jahrhundert. Als engagierter Kämpfer gegen Armut und für Gerechtigkeit hat er im Nordosten Brasiliens aber auch in ganz Lateinamerika viel bewirkt. Er gilt als einer der profiliertesten Vertreter der Befreiungstheologie. In seiner über 20jährigen Amtszeit als Erzbischof von Recife hat er sich auch für Strassenkinder in den Slums der Großstädte eingesetzt. Eines seiner Straßenkinder-Projekte, das Casa de Frei Francesco, haben wir in den 80er und 90er Jahren mit Spenden aus der Kreuzwegaktion unterstützt.

Mehr über Dom Helder Camara gibt es unter: www.adveniat.de/domhelder.html 

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26.9.2009

Impressum

Vorstand

  • Mareike Meister
  • Rainer Broßmann
  • Pfr. Heribert Jünemann (Kurat)

Kontakt

Kath. Pfarramt "Erlöser der Welt"
Varangeviller Str. 26
63486 Bruchköbel

Tel.:06181-73380
eMail:info(a)dpsg-bruchkoebel.de

Verband

Mitglied im Bundesverband der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG); mehr unter www.dpsg.de

Mitglied im Diözesanverband DPSG Fulda; mehr unter www.dpsg-fulda.de

Haftungshinweis

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26.9.2009

Stammeschronik

Vorgeschichte

1975

Eine erste Pfadfindergruppe bildet sich in der damals einzigen Kirchengemeinde St. Familia in Bruchköbel.

1977

Pfr. Heiner Pies und Gemeindereferentin Traudel Elsner kommen nach Bruchköbel. Beide sind zuvor in Kassel sehr aktiv in der Pfadfinderarbeit gewesen. Zusammen mit einigen Eltern und Jugendlichen bauen sie einen Stamm aus den anfänglich 15-20 Kindern. Dieser Stamm heißt zunächst St. Familia und nennt sich später um in Shalom.

Der Stamm Dom Helder Camara

1985

Am 1. Mai wird der Stamm in der neuen Kirchengemeinde Erlöser der Welt neu gegründet. Er entsteht aus einem Teil der Leiterrunde und der Gruppen des damaligen Stammes Shalom.

Die Stammesversammlung wählt Erika Portele und Brigitte Skubich zu Vorsitzenden sowie Pfr. Heiner Pies zum Kuraten. Frau Schwab wird Kassenwartin.

Als Namenspatron wählt der Stamm Dom Helder Camara, einen Bischof aus Brasilien. Dom Helder Camara kämpfte als Bischof in Recife, im armen Nordosten Brasiliens, besonders gegen die soziale Ungerechtigkeit. Er setzte sich in seiner Arbeit unter anderem für Straßenkinder ein.

1987

Das erste Stammeslager des jungen Stammes findet in Wolfshausen statt. In Gilden tummeln sich alle Alterstufen gemischt als Köche, Lagerbauer und Theaterkünstler. Der Bau der "Pons Amoris", große Theaterkunst und das Moses-Projekt der Wölflinge sind nur einige der Höhepunkte dieses Lagers. Einer der Lagerhits wird "Viva Cochabamba", das Lied zur DPSG Jahresaktion 1987.

Der Dachboden des Don-Bosco-Hauses wird ausgebaut. Unter großer Mithilfe von Pfadfindern, Eltern und Freunden entsteht ein großer Raum mit gemütlicher Atmosphäre. Das besondere am Raum:Es gibt keine Stühle und Tische, sondern nur Sitzkissen. In einer großen Namenssuche wird schließlich der Vorschlag "B.P.'s Oase" ausgewählt. Häufig wird der Raum aber nach wie vor "der Dachboden" genannt. Der Raum wird auch für Veranstaltungen der Gemeinde genutzt, z.B. Frühschichten, geht aber später in den Besitz der Pfadfinder über.

1988

Die Freundschaft mit den amerikanischen Pfadfindern in Hanau Wolfgang bringt internationale Farbe ins Stammesleben. Ein großes Lager am Himmelfahrtswochenende wird ein großer Erfolg. Im Wald zwischen Lamboy-Viertel und Wolfgang zelten, spielen und singen die amerikanischen und deutschen Pfadfinder zusammen - vom Wölfling oder "Cup Scout" bis zu den Leitern bzw. "leaders".

Im Sommer fahren Wölflinge, Jungpfadfinder und Pfadfinder in ein "kleinen Stammeslager" auf die Maulkuppe (Rhön). Drei "mutige" amerikanische Jugendliche sind mit bei den Pfadfindern dabei und lernen deutsches Lagerleben kennen.

Oliver Winkler wird als Nachfolger von Brigitte Skubich in den Vorstand gewählt.

1989

Der Gegenbesuch der Amerikaner bringt Leben ins Don-Bosco-Haus. 150 deutsche und amerikanische Pfadfinder hissen die amerikanische und die deutsche Flagge an der Kirche. Bei einem Stadtspiel erkunden die amerikanischen Gäste und die deutschen Gastgeber Stadt und Wald von Bruchköbel.

1990

Nach 1987 geht es wieder ins Stammeslager, diesmal ins bayerische Aub. "Viele Völker bauen eine Welt" lautet das Motto unter dem die Kinder und Jugendlichen in gemischten Gruppen wieder einmal über die eigene Alterstufe hinausschauen.

Im Rahmen der DPSG-Jahresaktion "Wir haben Platz im Boot" machen die Pfadfinder ein Projekt mit den Asylbewerbern in den neu errichteten Wohncontainern an der Friedberger Landstraße. Hausaufgabenhilfe und Besuche in der Gruppenstunde leisten einen kleinen aber wichtigen Beitrag, die erste Zeit im neuen Land leichter zu bewältigen.

1992

Die beiden Roverrunden guido merengo und Graffiti stellen ein internationales Pfadfindertreffen in Bruchköbel auf die Beine. Am Prisma-Lager nehmen neben zahlreichen Gruppen aus der Region auch Pfadfinder aus dem Bistum Erfurt sowie eine Gruppe von Jugendlichen aus Ungarn teil. Die Ungarn kommen aus der Stadt Hakarny, mit der die Stadt Bruchköbel heute ein Städtepartnerschaft unterhält.

Erika Portele tritt nach 7 Jahren im Vorstand zurück. Erika kann und will neben Familie und Beruf nur noch Zeit für die Arbeit als Leiter in der Pfadfinderstufe aufbringen. An dieser Stelle herzliches Dankeschön an die große Arbeit beim Aufbau des Stammes zusammen! Pfr. Heiner Pies setzt seine Arbeit als Kurat fort. Neu in den Vorstand werden Klaus Neuwald und Ralph Meister gewählt.

1993

Das turnusgemäße Stammeslager führt den Stamm nach Hausen in die bayerische Rhön. In den ersten Tagen erleben die 40 Kinder und Jugendlichen sowie 11 Leiter gemischt durch alle Stufen die Workshops "Gaukler", "Natur" und "Pfadfindertechnik". Mit dem Lagerlied "Wir hausen in Hausen kunterbunt" auf den Lippen erkunden Pfadfinder und Rover auf ihren Hikes das nahegelegene Thüringen und die noch vorhandenen Grenzanlagen der Ex-DDR. Negativ in Erinnerung bleiben die rustikalen Toiletten, ein großes Unwetter sowie der Unfall von Michael Rattelmüller beim Feuerspucken. Insgesamt ist es aber ein tolles Lager mit dem 40-jährigen Pfadfinderjubiläum von Kurat Pfr. Pies, einer Weltreise der Wölflinge und bestandenen Mutproben bei den Jupfis.

1994

Das Grundstück im Vogelsberg, das den Pfadfindern vor einigen Jahren geschenkt worden war, wird verkauft. Die Wiese bei Ober-Lais lag nach einer Umlegung im Zuge einer Flurbereinigung in einem Landschaftsschutzgebiet. Dadurch war die Wiese fürs Zelten nur bedingt geeignet. Außerdem wäre die Investition sanitäre Anlagen notwendig gewesen. Der Vorstand beschließt daher den Verkauf.

1995

Nach großer Vorbereitung feiern die beiden Bruchköbler Stämme Shalom und Dom Helder Camara ihr 20- bzw. 10-jähriges Jubiläum als "20 Jahre Pfadfinder in Bruchköbel". Ein Wochenende lang stehen die Zelte auf dem Sportplatz der Grundschule Süd. Zum Ehemaligentreffen kommen aus Bruchköbel aber auch aus ganz Deutschland viele altbekannte Gesichter zusammen. Das Programm mit Festakt, Kinderspielen und Gottesdienst spricht viele Leute an und so wird es ein Fest mit den Bruchköblern und den beiden Kirchengemeinden.

1996

Gegen das Stammeslager im DPSG-Bundeszentrum in Westernohe bleibt Atlanta nur eine unbedeutende Sportveranstaltung. Die Kinder und Jugendlichen des Stammes machen aus dem Motto "Olympia" mehr als nur "dabeisein ist alles". In den Workshop-Tagen zu Anfang des Lagers geht es in den Gruppen "Funsports", "Olympisches Design", "Showtanz" und "Sportliches Kochen" mit sportlichem Eifer zur Sache. Der Höhepunkt ist eine Olympiade mit kreativen wie sportlichsten Höchstleistungen. Die neu entwickelte Wasserrutsche wird sogar später nach Italien exportiert. Die Olympiade (und das Lager) bieten auch internationales Flair durch die rwandesischen Pfadfinder, die in diesem Sommer in Westernohe mit ihren Trommeln, Tänzen und ihrer herzlichen Art viele Pfadfinder begeistern.

1998

Klaus Neuwald geht beruflich für ein Jahr in die Slowakei und kandidiert daher nicht wieder für das Vorstandsamt. Es gelingt zunächst leider nicht, einen Nachfolger zu gewinnen. Auch einige Leiter hören aus beruflichen oder privaten Gründen auf. Die Leiterrunde versucht daher verstärkt neue Mitglieder zu werben. Aus den Bemühungen entsteht der "Tag des offenen Zeltes". Alle Bruchköbler können an einem Samstag "Pfadfinder Sein" hautnah auf dem Sportplatz der Grundschule Süd erleben. Eine Jurtenburg, Spiele, Lagerfeuer und ein Gottesdienst locken viele Menschen an. Neue Mitglieder können jedoch kaum gewonnen werden.

1999

Die schwierige Situation in der Leiterrunde und den Stufen setzt sich fort. Der Stamm "schrumpft" auf etwa 45 Mitglieder. Auf einem Leiterwochenende in Zwingenberg wird das Stammeslager vorbereitet. In Gernsheim zelten etwa 30 Kinder, Jugendlich und Betreuer am Kloster Maria Einsiedel. Die Interessengruppen "Entdecker", "Kreativ" und "Jahrmarkt" werden diesmal von allen Teilnehmern durchlaufen. So ist das Programm sehr ab-wechslungs-reich.

Im Herbst stirbt unser Namenspatron, Bischof Dom Helder Camara, in Recife/Brasilien. Schon einige Jahre vor seinem Tod hatte er das "OFF - Obras de Frei Francesco" (Werk des Hl. Franziskus) gegründet. Durch das OFF werden die Arbeit gegen Armut, Unterdrückung und Gewalt fortgeführt. Mit einem Gottesdienst gedenkt der Stamm des Todes von Helder Camara.

2000

Stefan Duchardt wird im Januar den Vorstand gewählt. Daneben geht es mit neuen Wölflingen und neuen Leitern langsam wieder aufwärts, auch nach dem Sommer Frank Prokop als Leiter wieder aufhört. Im Herbst werden neue und alte Leiter in einem Leiterkurs geschult. Dorotheé Vilmin, die Bildungsreferentin der DPSG Fulda, arbeitet in der Kursleitung tatkräftig mit. Am Abschlusswochenende in der Kleinsassen/Rhön entschließen sich zum einen 3 Frauen, neu als Leiter anzufangen. Zum anderen werden Traudel Elsner und Pfr. Pies mit großem Dank für die langjährige Arbeit aus der Leiterrunde verabschiedet. Pfr. Pies wird nach seinem Rücktritt vom Kuratenamt zum Ehrenkuraten des Stammes ernannt.

2001

Aus dem Leiterkurs entspinnt sich das Projekt eines Stammeslagers im Ausland. Bald steht fest, dass das Ziel Bassano Romano in Italien heißt. Für das Stammeslager sammeln Kinder, Jugendlichen und Leiter aller Gruppen tatkräftig Geld und Spenden. Dann geht es schließlich mit dem heutigen Bürgermeister Roth und Pfr. Jünemann auf die weite Reise. Auf dem Zeltplatz "B.P. Park" in der Nähe Roms werden Freundschaften mit drei italienischen Pfadfindergruppen geknüpft. Die wahrhaft weite Reise bringt für alle unvergessliche Erlebnisse:Wölflinge machen ein Foto vom Dach des Petersdomes, Rover schlecken ein Eis vor dem Kollosseum, Jungpfadfinder schlafen am Seeufer, Pfadfinder hiken ans Mittelmeer, Petra wird zur Italienisch-Fee, Hr. Roth und Pfr. Jünemann kaufen italienische Bäcker leer, italienische Pfadfinderinnen testen die Wasserrutsche, der Stamm lernt neue italienische Spiele....

Im Oktober wird Pfr. Jünemann als Kurat in den Vorstand gewählt.

2002

Im April tritt Ralph Meister als Vorstand zurück. Klaus Neuwald wird von der Stammesversammlung in den Vorstand gewählt.

2003
Auf der Stammesversammlung scheidet Stefan Duchardt turnusgemäß aus dem Vorstand aus. Mit Anja Husmann wird seit vielen Jahren wieder eine Frau in den Vorstand gewählt.

2004
Im turnusmässigen Stammeslager geht es an die Mecklenburgische Seenplatte. Unter dem Motto "Expedition ins Ungewisse" erkunden die Kinder und Jugendlichen die Geheimnisse um ein Seeungeheuer von Groß-Zerlang.
Im Herbst tritt Anja Husmann als Vorsitzende zurück. Es gelingt dem Stamm nicht, das Amt neu zu besetzen.

2005
Im Juni scheidet Klaus Neuwald turnusgemäß aus dem Vorstand aus. Übergangsweise ist nur das Kuratenamt durch Pfr. Heribert Jünemann besetzt.
Im November wird Mareike Meister zur Vorsitzenden gewählt. Ein Vorsitzender kann wieder nicht gefunden werden. Trotz über 90 Mitgliedern im Stamm herrscht neben der Vakanz der Vorstandsämter auch große Not an Leitern.

2006
Im Mai wird Rainer Neuwald auf der ordentlichen Stammesversammlung in den Vorstand gewählt. Damit sind wieder alle drei Vorstandsämter besetzt.
Die Roverrunde reist im Sommer nach Irland und trifft auf Schafe, irische Pfadfinder und lustige Iren. 

2007
Das Highlight des Jahres ist die Frankreichfahrt der Pfadfinderstufe. Mit dem VW-Bus geht es in den Süden des Landes wo Hike, Zelten und das savoir vivre geübt werden. Auf der Rückfahrt besucht die Gruppe noch Taizé
.

2008
In den Sommerferien findet ein Stammeslager erstmals als großer Hike statt. Unter dem Motto "Back to the Boots!" wandern alle vom Wölfling bis zum Leiter am Main entlang.

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26.9.2009

Informationen

Der Ursprung

1907 hält Lord Robert Baden Powell, Gründer der Weltpfadfinderbewegung, das erste Zeltlager auf Brownsea Island (Großbritannien) ab. Mit 22 Jungen aller sozialen Schichten probiert er erstmals sein Konzept einer Pädagogik des Erlebens und der Verantwortung für den Einzelnen und die Gruppe.

Der Verband

Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) ist mit 100.000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen der katholische Pfadfinderverband in der Bundesrepublik. Der Verband wurde 1929 gegründet; nach Auflösung und Verbot 1938 erlebte die DPSG in den fünfziger Jahren ein kontinuierliches Wachstum. Seit 1971 ist die DPSG ein koedukativer Verband für Mädchen und Jungen, Frauen und Männer. Die DPSG ist über den Ring deutscher Pfadfinderverbände Mitglied in der von Lord Robert Baden-Powell 1908 gegründeten Weltpfadfinderbewegung. Gemeinsam mit katholischen Pfadfinderverbänden aus anderen Ländern ist die DPSG Mitglied in der Internationalen Katholischen Konferenz des Pfadfindertums (CICS), die vom Heiligen Stuhl als internationale katholische Organisation anerkannt ist.

Konkret im Stamm DOM HELDER CAMARA

Was heißen Ursprünge und Verband nun bei uns in Bruchköbel? Hier kurz und knapp der Anspruch, den wir den Kindern und Jugendlichen bieten wollen:

  • Gemeinsames (Er-)Leben in einer Gruppe von Mädchen und Jungen
  • Betreuung durch erfahrene, erwachsene Leitungsteams
  • Projektarbeitin wöchentlichen Gruppenstunden - In den Kinderstufen Spielen und Basteln. In den Jugendstufen wird auch schon mal ein Weltrekord aufgestellt oder ein Benefizkonzert organisiert. Hier entstehen Kreativität und Initiative.
  • Selbst- und Mitbestimmung- kein vorgesetztes Programm. Die Meinung jedes/r Einzelnen ist gefragt. So suchen sich die Gruppen ihr Projekt selbst.
  • Übernahme von Verantwortung- angefangen bei der eigenen kleinen Verantwortlichkeit gegenüber dem Nächsten, der Gruppe bis zu Gesellschaft und Kirche.
  • Freizeitgestaltung ohne Wettbewerb, wie er ja schon zu genüge in der Schule oder vielleicht im Sport besteht.
  • Zeltlager- Das Erleben der Natur, draußen zu sein, der Höhepunkt eines Jahres für jede Gruppe.
  • International- im Sommer 2001 fand das Zeltlager des ganzen Stammes in Italien statt.

In einem (ok...langen) Satz:Durch das gemeinsame Erleben, Anpacken, ja Stemmen eines Projekts und den Spaß entsteht für jedes Kind, jeden Jugendlichen oder Erwachsenen als Feedback aus der Gruppe eine tiefe Selbstbestätigung, die uns helfen soll, engagierte Menschen mit offenen Augen und aufrechtem Gang mitten in dieser Welt zu sein.

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